Weißwein – das „Getränk der Götter“

Weißwein wird als Getränk der Götter bezeichnet. Hierbei sind es die Trauben selbst, die dem Wein seine Farbe verleihen und ihn in verschiedenen Goldtönen schimmern lassen. Die Verwendung des Weißweins ist sehr vielfältig und seine feinen Geschmacksunterschiede von trocken über halbtrocken, bis süß und schwer ermöglichen eine immer gelungene Auswahl zu jedem Gericht oder in jeder Situatuion.

Die Herstellung des Weißweins

Beim Weißwein wird ausschließlich das Fruchtfleisch verwendet. Dementsprechend legt der Winzer größten Wert auf die Trennung der Trauben von Stilen und Blättern. Zumeist werden grüne Rebsorten verwendet. Bei roten Sorten müssen die Schalen schnellstens entfernt werden. Ansonsten kann dies zur Verfärbung des Weins führen.

Beim Keltern der Trauben muss darauf geachtet werden, dass die Traubenkerne möglichst unverletzt bleiben, damit der Weißwein anschließend keine Bitterstoffe enthält. Der somit entstandene Most wird nach einer kurzen Lagerphase mit Schläuchen abgezogen, so dass abgelagerte Trübstoffe zurückbleiben. Direkt danach beginnt die Gärung, die je nach Weinsorte angereichert werden kann.

Die Reifung des Weißweins sollte in Eichenfässern erfolgen. Doch die Industrie greift heute auf Kunststoff- oder Stahltanks zurück. Bei einem sehr hochwertigen Weißwein oder bei einigen kleinen Weinbauern wird jedoch noch auf Tradition Wert gelegt.

Weißweinsorten

Es gibt unzählige Sorten von Weißweinen. Sehr bekannt und beliebt ist bei uns der Riesling, der vor allem an Rhein und Mosel hervorragend gedeiht. Seine Reifezeit liegt erst spät im Jahr und selbst Nordhänge lassen beim robusten Riesling noch immer eine gute Ernte einfahren.

Ebenfalls oft verwendet wird der Chardonnay. Der ursprünglich aus dem französischen Burgund stammende Weißwein ist inzwischen als Edelrebsorte weltweit anerkannt. Ihm gleichwertig wird der Sauvignon Blanc gewertet. Seine Anbaugebiete finden sich aktuell vielerorts in Europa.

Eher gehaltvolle, schwere Weißweine sind der Gewürztraminer aus Südtirol und der Muscateller, der oft als Dessertwein verwendet wird. Die Griechen verführen den Gaumen wiederum mit einem ölig wirkenden Samos. Und aus dem Frankenland schätzt man den äußerst trockenen Boxbeutel.

Wer sich bei den nahezu unzähligen Weißweinsorten nicht für einen Wein entscheiden kann, der kann sich auch einen fachkundigen Wein Ratgeber holen oder sich in einem Wein-Fachgeschäft beraten lassen.