Sommelier – Genussmanager auf Diplom

Das Berufsbild des Sommeliers, der einem Gast mit gerümpfter Nase und ausschweifendem Fachjargon den Wein präsentiert, hat sich in der Gesellschaft fest verankert. Dabei umfasst die berufliche Ausbildung viel mehr, als ausschließlich die Weinwahl zu erleichtern.

Eine zunehmend attraktive Berufsperspektive

Die Anzahl der Sommeliers beträgt in Deutschland circa 1000 Ausgebildete. Die Tendenz ist jedoch steigend. Vielversprechende berufliche Laufbahnen locken zahlreiche Bewerberinnen und Bewerber an. Die Akademisierung der zweijährigen Berufsausbildung zum Diplom-Sommelier trägt seit einiger Zeit zur Modernisierung und Attraktivitätssteigerung des Berufsbilds bei.

Weinkenner mit Diplomarbeit

Unwissende mögen den Weinberatern Phrasengestammel vorwerfen. Dass die geschützte Berufsbezeichnung „Diplom-Sommelier“ jedoch die Abfassung einer wissenschaftlichen Arbeit beinhaltet, ahnen viele nicht. Entsprechend anspruchsvoll gilt das Studium. Als Einstieg in die Welt der Weine wird Anfängern daher gerne die vorherige Ausbildung zur Restaurantfachkraft empfohlen. Auch die zweiwöchige Ausbildung zum IWI geprüften Sommelier gilt als gut vorbereitende Grundlage.

Wem das Studium nicht zusagt, dem stehen also auch andere Wege zum Sommelier offen. Allerdings ist nur die Ausbildung zum Diplom-Sommelier namensrechtlich geschützt.

Die klassischen Einsatzgebiete: Restaurants, Cafes, Weinstuben

Typischerweise arbeiten Sommeliers in Gaststätten, die eine vielfältige Wein- oder Getränkekarte anbieten. Die Tätigkeitsbereiche umfassen jedoch keineswegs ausschließlich die Weinpräsentation. Getränke jedweder Art gehören zum Aufgabenrepertoire des Sommeliers. Daher kommt ihm zuweilen auch die Bezeichnung des Genussmanagers zugute. Als Experte für Kaffeespezialitäten oder andere Spirituosen ist er schließlich genauso gefragt.

Das klassische Aufgabengebiet: die Weinpräsentation

Die Präsentation erlesener Weine zählt sicher zu den Highlights eines Sommeliers. In perfekter Abstimmung zur gewählten Speisenfolge schaffen es die Sommeliers aufgrund ihrer fundierten Ausbildung mit Charme, Sachkenntnis und Talent, den passenden Wein an den Gast zu bringen. Mittels geschulter Rhetorik und zuvorkommendem Verhalten erleichtern sie dem Restaurantbesucher die oftmals beschwerliche Auswahl eines edlen Tropfens.

Diese Feinfühligkeiten im Umgang mit Menschen zeichnen Sommeliers in besonderer Weise aus und bilden ebenfalls eine wichtige Anforderung an die Persönlichkeitsstruktur.

Fazit

Der Beruf des Sommeliers bietet sowohl Ausgebildeten im Gaststättengewerbe als auch Komplettneueinsteigern interessante berufliche Qualifikationsmöglichkeiten oder Weiterbildungen. Neben Vorkenntnissen, die im Rahmen einer Ausbildung zur Restaurantfachkraft oder innerhalb eines Kurzlehrgangs zum IWI geprüften Sommelier erworben werden können, bilden geschickte menschliche Umgangsformen die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft im Beruf des Sommeliers.